23. November 2015

Nähblogger für Flüchtlinge: Der Startschuss!

Als ich das letzte Jahr auf der Blogst in Hamburg war, wurde am Ende gefragt, welche Themen uns für die nächste Konferenz interessieren würden. Meinen Wunsch habe ich nur halblaut formuliert, sodass eigentlich nur meine Sitznachbarn ihn verstehen konnten: Wie geht ein Shitstorm. Gedacht habe ich dabei an einen meiner ehemaligen Chefs, dem eine kräftige erzieherische Maßnahme mal sehr gut getan hätte. Er hat damals auch kleine Shitstoms verbreitet, allerdings noch mündlich unter den Kollegen.

Wisst ihr was? Ich weiß jetzt wie ein Shitstorm funktioniert! Zumindest im Prinzip. Denn die gleichen Mechanismen kann man auch dafür anwenden, etwas richtig Gutes zu tun. Man nehme 30 Blogger, gründe eine Facebook-Gruppe für die organisatorischen Fragen, einer entwirft ein Logo, einen Slogan oder ähnliches, man einigt sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise und dann geht es los. Jeder verbreitet die Nachricht über seine Multimedia-Kanäle und sucht andere Blogger die ebenfalls darüber berichten, zusätzlich werden eigene Kanäle für genau diese Nachricht geöffnet und mit Informationen gefüllt.

In unserem Fall hat Annika die Aktion begonnen. Sie hat 30 Nähbloggerinnen angeschrieben und die Aktion "Nähblogger für Flüchtlinge" ins Leben gerufen. Die Facebook-Gruppe für die organisatorischen Fragen gibt es wirklich, die Mulitmedia-Kanäle ebenfalls.

Wir machen das, was wir gut können und führen es einem guten Zweck zu. Wir nähen! Und ihr könnt ebenfalls etwas Gutes tun. Ihr könnt unsere genähten Werke ersteigern. Und so ebenfalls helfen.

In meinem Fall geht es um eine Greta Geldbörse (nach dem Schnittmuster von Machwerke). Es ist einer der Schnitte, die ich wirklich sehr gerne mag. Ich weiß aber, dass viele etwas Respekt vor der Sache mit dem Reißverschluss haben. Aber aus genau diesem Grund habt ihr jetzt die Möglichkeit, eine handgenähte Grete zu ersteigern. Von mir genäht. Für dich, für die beste Freundin oder für Tante Helga zu Weihnachten.

 


Bei dem Exemplar habe ich wirklich pingeligst gearbeitet. Und mit viel Liebe. Glaubt mir, ich habe STUNDEN mit Greta verbracht. Perfekt ist sie trotzdem nicht. Aber genau das macht ja Handarbeit aus, gell?

 
Verstärkt habe ich sie mit einer gehörigen Portion Schabrackeneinlage. Mehr als im Schnittmuster angegeben. So ist sie prima griffig und die Reißverschlüsse lassen sich leicht öffnen und schließen. Ansonsten ist sie eine ganz normale Grete: mit sechs Kartenfächern, vier großen Fächern und einem Reißverschlussfach.

 
Ersteigern könnt ihr meine Grete ab 9.00 Uhr HIER auf der Webseite von Nähblogger-für-Flüchtlinge. Dort steht auch ganz übersichtlich, wie ihr die Geldbörse ersteigern könnt. Und noch ganz viele andere Taschen, Kinderkleidung und Accessoires.


Das ist also eure Chance eines der seltenen MiriD-Originale zu erhalten. Denn im Normalfall verkaufe ich meine genähten Werke ja nicht. 100% Grete für euch, 100% Einnahmen für Blogger für Flüchtlinge. Drei, zwei, eins - los geht's!

Ach ja, eine schlechte Nachricht habe ich noch: Das Portemonnaie wird leer verschickt. Das Geld und auch meine Coffee2go-Sammelkarten habe ich wieder rausgenommen. Kreditkarte und Allergiepass ebenfalls. Aber ohne Krimskrams auf dem Foto sah die Geldbörse so leer aus.

Zur Versteigerung der Grete
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Kreative Grüße,

Kommentare:

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Yours, Miriam